Allianz-dit Fondsvorsorge (Riester-Fondssparplan)
Die staatlich geförderte private Altersvorsorge wurde 2002 eingeführt und erhielt ihren Namen vom damaligen Arbeitsminister Walter Riester. Seit 2002 wurden 14 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen. Riester-Verträge können als Rentenversicherungen, Fondssparpläne, Banksparpläne und seit einigen Jahren auch als Bausparverträge abgeschlossen werden.
Riestern mit der Allianz dit Fonds-Vorsorge
Die „Allianz dit Fondsvorsorge“ gehört zur ersten Generation der Riester-Fondssparpläne. Das Produkt wird von der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors nicht mehr aktiv vertrieben. Neuabschlüsse sind nicht mehr möglich; laufende Verträge werden jedoch weitergeführt. Das Produkt ist gekennzeichnet durch seine Aufteilung in fünf Investmentfonds, die nach Geburtsjahrgängen gegliedert sind. Der Sparer kann den jeweiligen Fonds nicht frei wählen, sondern wird seinem Geburtsjahrgang entsprechend einem Fonds zugeordnet. Die Einzahl- und die Auszahlphase werden innerhalb des gleichen Fonds abgewickelt. Bei den fünf Fonds handelt es sich um Mischfonds, sie beinhalten also sowohl Aktien als auch Rentenpapiere. Die „Allianz dit Fondsvorsorge“ verfolgt ein statisches Konzept. Der maximale Aktienanteil der einzelnen Fonds ist festgelegt und variiert je nach Eintrittsalter des Kunden:
• Allianz-dit Fondsvorsorge 1947-1951: Aktienanteil maximal 20%.
• Allianz-dit Fondsvorsorge 1952-1956: Aktienanteil maximal 50%.
• Allianz-dit Fondsvorsorge 1957-1966: Aktienanteil zu Beginn maximal 70% bis Ende 2012, Obergrenze sinkt danach bis 2017 schrittweise auf 50%.
• Allianz-dit Fondsvorsorge 1967-1976: Aktienanteil zu Beginn maximal 80% bis Ende 2022, Obergrenze sinkt danach bis 2027 schrittweise auf 50%.
• Allianz-dit Fondsvorsorge 1977-1996: Aktienanteil zu Beginn maximal 100% bis Ende 2032, Obergrenze sinkt danach bis 2037 schrittweise auf 65%.
Fonds-Investments mit altersabhängiger Begrenzung des Aktienanteils
Durch die Festlegung auf Aktienanteil-Obergrenzen partizipieren die Produkte nur in begrenztem Rahmen von den Chancen und Risiken der Kapitalmärkte. Dies trifft in erster Linie auf die Fonds für die älteren Generationen zu. Bei jüngeren Kunden kann die Aktienquote hingegen bis zu 100% betragen. Um eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften, soll der Aktienanteil vorzugsweise hochgehalten werden. Dieses statisch angelegte Konzept steht im Gegensatz zu dynamischen Konzepten, die ohne feste Aktien- und Rentenallokation kapitalmarkt- und kundenindividuell gemanagt werden.
Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zu Riester-Verträgen müssen zum Ende der Laufzeit mindestens die eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen garantiert sein. Den Werterhalt des Kapitals soll in schwierigen Börsenzeiten eine Umschichtung zwischen Aktien- und Rentenanteil sichern.
Wie bei allen Riester-Produkten können auch bei der „Allianz dit Fondsvorsorge“ zum Ende der Einzahlphase 30% des angesparten Kapitals förderunschädlich entnommen werden. Die Auszahlphase gliedert sich gemäß gesetzlicher Vorgaben in zwei Komponenten: Bis zum 85. Lebensjahr erfolgen monatliche Auszahlungen aus dem Fondsvermögen. Danach greift eine Rentenversicherung, die eine lebenslange monatliche Rente zahlt. Diese Rentenversicherung wird zu Beginn der Auszahlphase aus einem Teil des erwirtschafteten Kapitals finanziert.
